Auch ohne die aus der Band ausgestiegene Gitarren-Legende Johnny Marr zeigen sich The Cribs auf ihrer gerade erschienenen neuen LP "In the Belly of the Brazen Bull" in Hochform. Solch druckvollen, aber gleichzeitig melodischen Indie-Rock spielt zurzeit kaum jemand besser.
The Supernovas, die aktuell beste Mod-Band von der Insel, hat endlich ihre EP "Don’t Believe In Heroes" draußen, auf die ich mich seit einem halben Jahr freue. Sie enttäuscht nicht:
Zugegeben, ich kenne nur genau ein Lied von The Tuts, aber das ist so klasse, dass das hier dringend gepostet gehört. Drei Mädchen (nicht böse gemeint, ist ne Tatsache!) aus Brighton, die sehr fein rocken. Das beste, was ich seit langer Zeit gehört habe. Echt! Bin gespannt auf mehr.
Unglaublich, wie stilprägend die Smiths auch 25 Jahre nach ihrem Ende noch auf so viele Nachwuchsbands wirken. Jüngstes Beispiel: The Heartbreaks. Frisuren, Sound, Posen, Rickenbacker-Gitarre, das kommt einem alles doch recht bekannt vor. Das einzige, was der Inszenierung fehlt, ist diese Einzigartigkeit, die die Smiths damals hatten. Trotzdem ist ihnen ein schöner Song und ein schönes Video gelungen. Album folgt im Mai.
Eine meiner Lieblingsbands, The Futureheads, hat ein ganz besonderes Album gemacht, eins ohne Instrumente nämlich, oder - wie der Fachmann sagt - a capella. Dass die Jungs singen können, und das auch noch mehrstimmig, wissen wir bereits seit "Hounds of Love" und "Area". Auf der neuen LP "Rant" gibt es jetzt nur noch Gesungenes, darunter neue Versionen alter Hits wie "Meantime" und "Man Ray". Mein cup of tea ist das nicht so wirklich (an den Futureheads mochte ich eigentlich gerade das Gitarrenspiel so besonders), gleichwohl aber originell und unterhaltsam genug, um das Ganze mal grundsympathisch zu finden. Eine Kostprobe gibt es im unten stehenden Video, aufgenommen im St.-Pancras-Bahnhof zu London. Nur wozu die Instrumente da sind, die die Futureheads um die Hälse gehängt haben (Deko??), das habe ich bisher nicht herausgefunden.
Ich hab sie ja gemocht, die stets großmäulige Band Brother. Und finde es deshalb sehr schade, dass ihre Ankündigung, sich aufzulösen - ausgesprochen per Twitter am 1. April - leider kein Aprilscherz war, Vielleicht sind die Jungs an ihrem eigenen Anspruch, mindestens die neuen Oasis zu werden, gescheitert. Wie auch immer: Ich finde ja, dass "Famous First Words" eins der besten Alben der letzten Jahre gewesen ist, und bin gespannt, was die Ex-Brother-Leute demnächst so machen. Für den Ruhestand sind sie mit Anfang 20 ja noch ein Bisschen zu jung. Und der Song, dessen Video sie zum Abschied ins Netz gepostet haben, zeugt einmal mehr von der Qualität dieser - auch wenn sie diese Bezeichnung hassen würden - kleinen, feinen Band.
Das ist ja mal eine Überraschung. Nachdem Britpop-Übervater und -Großmeister Paul Weller in den letzten Jahren doch überwiegend eher mittelmäßiges Material produziert hat, überrascht er auf dem neuen Album "Sonik Kicks" mit tollen Ideen und fast schon jugendlicher Experimentierfreude. Und hat damit auch noch Erfolg: In England ist das Album auf Platz 1 der Charts eingestiegen.
Gute Nachrichten von einer meiner Lieblingsbands: Auch nach dem Ausstieg von Johnny Marr geht es weiter mit den Cribs. Das Album "In The Belly Of The Brazen Bull" ist fertig, und erscheint im Mai.
Einen Vorgeschmack bietet der neue Song "Chi-Town", den man sich bei Soundcloud anhören kann: The Cribs - Chi-Town by Wichita Recordings
Ein neues Album und eine neue Single gibt es demnächst (Ende Januar / Mitte Februar) von den Kabeedies. Feine, sympathische Brit-Band.
Die Single gibt’s im Netz schon als Video: